Das verrückte Weihnachtslabor

Die Weihnachtsvorlesung der Universität Siegen stand auch in diesem Jahr ganz im Zeichen der Chemie. Von Elefantenzahnpasta und Stichflammen, brennenden Gummibärchen und brandendem Applaus.

Gebannt starren hunderte Gäste auf die brennende Zündschnur, wie sie sich durch das Audimax der Universität Siegen schlängelt. Dann erreicht sie die Ballonschnur. Schon hebt die mit Knallgas gefüllte Kugel ab. Mehrere Meter steigt sie in die Höhe – gefolgt von tosendem Krach. Gut ein Dutzend Experimente hatte das Department Chemie und Biologie für die diesjährige Weihnachtsvorlesung der Universität Siegen vorbereitet. Unter dem Titel „Oh Chemistree … oh Chemistree“ boten Prof. Dr. Heiko Ihmels, Prof. Dr. Michael Schmittel und das Team der Organischen Chemie eine Vorlesung mit vielen Experimenten.

„Wir wollen naturwissenschaftliche Phänomene vereinfacht darstellen“, erklärte Schmittel zu Beginn. Er und Ihmels lieferten die Erklärungen zum Spektakel. Diese waren spielerisch aber lehrreich und für Laien gut verständlich. Dazu gab es eine bildgewaltige Show für das Publikum.

weihnachten2_webIn einem der Experimente erhitzte Chemieingenieur Rochus Breuer ein Gummibärchen in einem Reagenzglas, bis der kleine Kerl glühende, bunte Funken schlug. Anschaulich wurde so die Kalorienverbrennung demonstriert, mit einem Zwinkern in Richtung der Festtage. Für die dunkle Jahreszeit wissen nun auch viele, wie man leuchtende Farben selbst erzeugt: Durch Schwarzlicht beleuchtet wird Pfefferminztee durch das Chlorophyll rot, Curry dagegen durch das enthaltene Curcumin strahlend grün.

Einmal blies Breuer, mit weißem Kittel und Schutzbrille bekleidet, die Sporen der Pflanze Wolfsfuß (Bärlapp) über einen Gasbrenner. Die Stichflamme schoss über einen Meter hoch.

Der krönende Abschluss war dann eine Art Schaumexplosion. Breuer brachte ein mannsgroßes Reagenzglas zum Vorschein – breit wie ein Schornstein und gebettet in eine Plastikfolie. Jetzt wurde Elefantenzahnpasta gemacht. Die Portionierung der zusammengegossenen Flüssigkeiten, in jedem Haushalt zu finden, muss wohl auch den Ingenieur überrascht haben. Fast bis an die Decke und zum Teil über die Folie hinaus ergoss sich das Gemisch in den Raum und über Breuers Schutzmantel – ungefährlich und gefolgt von großem Gelächter und Applaus.

Südwestfalen spielerisch entdecken und mitgestalten

Die Region Südwestfalen erobert die Schulen. Mit dem neuen Gesellschaftsspiel „Vision Südwestfalen“ der Südwestfalen Agentur haben Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, die Region in all ihren Facetten besser kennenzulernen und sie spielerisch mitzugestalten.

Der Name des Spiels verrät es schon: Es geht um Visionen, die die Schüler spielerisch jeweils in Teams bis zu fünf Personen erarbeiten können. Sie entwickeln beispielsweise eine Werbekampagne für die Region, rufen eine Schulpartnerschaft ins Leben, organisieren einen Jugendbus, sammeln Ideen zum Stromsparen vor Ort oder kreieren ihre eigene Vision, um Südwestfalen lebenswerter zu machen.

Um das zu schaffen, müssen sie bestimmte Missionen erfüllen, die der Vision zugrunde liegen. Dahinter verbergen sich Fragen zu Südwestfalen, die es richtig zu beantworten gilt. So lernen die SpielerInnen etwa, dass im Kreis Soest Kalk- und Grünsandstein abgebaut wird, viele Bauteile für Autos und Fahrräder in Südwestfalen hergestellt werden und Deutschlands zweiter Bundespräsident, Heinrich Lübke, aus Enkhausen bei Sundern stammt.

Das Spiel orientiert sich – in zwei Schwierigkeitsstufen – an den Lehrplänen und kann so ideal von der Grundschule über Haupt- und Realschule bis hin zur gymnasialen Oberstufe eingesetzt werden. „Das ist entstaubte Heimatkunde. Wir möchten mit dem Spiel schon früh bei den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für die Region Südwestfalen und ihre Perspektiven schaffen – aber auch bei den Eltern und der Lehrerschaft“, erläutert Stephanie Arens von der Südwestfalen Agentur. „Das Tolle an dem Spiel ist, dass wir Lehrerinnen und Lehrer damit Unterrichtsmaterial über die Region bekommen, mit dem wir zu verschiedensten Themen auch weiterarbeiten können. Gleichzeitig können wir damit Kinder und Jugendliche motivieren, eigene Visionen zu erdenken, wie die Region besser werden kann“, ergänzt Lehrerin Kristin Pauli vom Märkischen Gymnasium Iserlohn (MGI).

Die ursprüngliche Spiel-Idee stammt aus der Schülerschaft selbst, von zwei Schülerinnen des MGI. Saskia Menze und Melina Seiler hatten mit ihrer Lehrerin Kristin Pauli im Rahmen des SchülerInnen-Wettbewerbs „Was wäre die Welt ohne die Region Südwestfalen?“ der Südwestfalen Agentur das Spiel „Vision Iserlohn“ entworfen. Dabei setzten sie sich mit den Stärken und Schwächen ihrer Stadt auseinander, forderten von den Spielern aber auch kreative Verbesserungsvorschläge ein. Eine tolle Idee – und die Vorlage für „Vision Südwestfalen“. „Melina und ich sind schon stolz, dass unsere Spielidee weiterentwickelt und nun in Schulen der Region zum Einsatz kommen soll“, freut sich Saskia Menze.
Fünf Jahre bis zur Fertigstellung

Das darauf aufbauende Spiel ist in einem intensiven Arbeitsprozess entstanden. LehrerInnen, SchülerInnen der verschiedenen Schulformen, Südwestfalen Agentur, Heimatpfleger, Touristiker, Stadtplaner, Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Bildung haben es mit einem Spiele-Entwickler erarbeitet, mit Schulklassen getestet und immer weiter verfeinert. Nach fünf Jahren liegt das Spiel nun auf den Klassentischen und das, dank der Unterstützung des Rotary Clubs Arnsberg, auch in ausreichender Zahl. 
Nun hoffen Stephanie Arens und ihre MitstreiterInnen, dass möglichst viele Schulklassen das Spiel „Vision Südwestfalen“ in ihren Unterricht einbinden. „Es macht Spaß und bietet Schülern und Lehrern einen echten Mehrwert.“

Wie das Spiel funktioniert, zeigt das Tutorial zu „Vision Südwestfalen“ – dieses findet sich online unter www.suedwestfalen-macht-schule.com. Interessierte Schulen können es unter spiel-vision@suedwestfalen.com bestellen.

 

Schulen können sich wieder für das Berufswahl-SIEGEL bewerben

Derzeit tragen sieben Schulen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe das Berufswahl-SIEGEL als Anerkennung für ihre herausragende Berufswahlorientierung. Ab jetzt können sich weitere Schulen aus der Region für das bundesweit einmalige Qualitätszertifikat bewerben, das von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen vergeben wird. Gleichzeitig beginnt für die Schulen, die in 2016 das SIEGEL erhalten haben, die Rezertifizierungsrunde, denn das Berufswahl-SIEGEL ist eine Auszeichnung auf Zeit.

„Wir hoffen, dass durch die guten Beispiele aus den zurückliegenden Jahren weitere Schulen motiviert werden, sich für das Berufswahl-SIEGEL zu bewerben. Die Bewerbungsunterlagen können von unserer Internetseite www.berufswahlsiegel.org heruntergeladen werden. Bewerbungsschluss ist der 4. Februar 2019“, erläutert Gesine Westhäuser von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen. Die Schulen, die für eine Rezertifizierung anstehen, erhalten die dafür notwendigen Unterlagen direkt zugeschickt.

Das Bewerbungsverfahren läuft in beiden Fällen in zwei Stufen ab. Zunächst beantworten die teilnehmenden Schulen einen Kriterienkatalog etwa zu Aktivitäten der Studien- und Berufswahlorientierung, zur innerschulischen Qualitätssicherung oder zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und Eltern. Die Auswertung der schriftlichen Bewerbung erfolgt durch eine unabhängige Jury. Sind die Eindrücke positiv, findet danach eine Auditierung vor Ort in der Schule statt. Wird auch diese Runde gemeistert, erfolgt am Ende im Sommer 2019 die Verleihung des Berufswahl-SIEGELs.

Neben den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, einem Zusammenschluss junger Unternehmer und angestellter Führungskräfte, arbeiten in der Jury u. a. erfahrene Pädagogen, Vertreter der Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkerschaft, der IHK Siegen, der IG Metall und des DGB sowie aus Unternehmen und Arbeitgeberverbänden mit.

„Das Berufswahl-SIEGEL wird nach bundesweit einheitlichen Kriterien vergeben. Es hat dadurch einen sehr hohen Stellenwert und eine besondere Aussagekraft in Bezug auf die Qualität der Berufswahlorientierung an weiterführenden Schulen. Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen unterstützen dieses Projekt, weil davon nicht nur die Schulen profitieren, sondern vor allem die Jugendlichen, die besser auf ihre Berufswahl vorbereitet werden“, so Gesine Westhäuser.

Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V.

Berufs- und Studienbörse als feste Institution an der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal

Julia Förster (Pressereferentin der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein; 2.v.l.) im Gespräch mit Bettina Meister (Berufsorientierungskoordinatorin CSG Kreuztal; rechts im Bild) und angehenden Abiturienten.

Eine ausgezeichnete Chance zur Orientierung über berufliche und universitäre Angebote erhielten an der Clara-Schumann-Gesamtschule die Klassen 12 und 13 durch den Tag der Berufs- und Studienbörse mit mehr als 25 breit gefächerten Angeboten von A wie Architektur bis Z wie Zulassungsbedingungen zum Studium. Bereits zum zwölften Mal informierten Unternehmen und Universitäten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe über die Berufs- und Studienwelt.

Die Berufs- und Studienorientierung ist ein Prozess der Annäherung und Abstimmung zwischen Interessen, Wünschen, Wissen und Können von Schülern als Individuum auf der einen Seite und Möglichkeiten, Bedarf und Anforderungen der Arbeits- und Berufswelt und Studienwelt auf der anderen Seite. Auf die Berufswahl wirken auch gesellschaftliche Werte, Normen und Ansprüche ein, die einem ständigen Wandel unterliegen. Um so wichtiger ist es, dass Schülerinnen und Schüler vielfältige Gelegenheiten haben, sich mit diesem Prozess auseinanderzusetzen.

Vertreter der Universität Siegen referierten unter anderem über die Studiengänge Lehramt und Architektur – standen aber auch jederzeit zur individuellen Studienberatung zur Verfügung. Neben der Vorstellung der heimischen Universität ging der Blick auch über die Landesgrenzen hinaus – so stellten sich auch die Universität Marburg und erstmals die Technische Hochschule Mittelhessen den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten vor. Aber auch hiesige Unternehmen und Arbeitgeber, darunter z.B. die Firma Bombardier aus Netphen, Invema aus Kreuztal, die Polizei Siegen, die Sparkasse Siegen oder die Celenus Klinik für Neurologie in Hilchenbach, entsandten ihre Berufsbotschafter in die Oberstufenräume der Gesamtschule Kreuztal. Die Industrie- und Handelskammer Siegen war vor Ort und informierte u.a. über das duale Studium im heimischen Raum. Zum wiederholten Mal nahmen auch die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein an der Berufs- und Studienbörse teil. Als Pressereferentin der Arbeitgeberverbände informierte Julia Förster kompetent und aus erster Hand über den Berufsalltag im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Jan Crepon von der Agentur für Arbeit stellte in einem Workshop die Berufschancen für Abgänger naturwissenschaftlicher Studiengänge vor.

Einer von vielen bemerkenswerten Aspekten an diesem Tag waren ehemalige Schülerinnen der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal, die von ihren Erfahrungen in der Berufs- und Studienwelt berichteten. Sie warteten mit Informationen zum Lehramtsstudium bzw. Maschinenbaustudium auf.  Die jetzigen Oberstufenschüler und –schülerinnen konnten von ihren Vorgängern somit aus erster Hand erfahren, dass die schulische Laufbahn an der „Clara“ ein exzellenter Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Karriere sein kann.

Bettina Meister, zuständig für die Organisation des Tages, freute sich über eine Vielzahl positiver Rückmeldungen seitens der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Referenten.

Es gibt mittlerweile mehr als 400 Ausbildungsberufe und mehr als 10.000 verschiedene Studiengänge – so Jan Crepon von der Agentur für Arbeit. Langfristig ist daher die Berufs- und Studienbörse für angehende Abiturienten und Abiturientinnen ein unverzichtbarer Baustein in dem umfangreichen Konzept, mit dem die Clara-Schumann-Gesamtschule ihren Schülerinnen und Schülern berufliche Orientierung gibt. Die Kreuztaler Gesamtschule ist stolz auf ihren Ruf als eine Schule ausgezeichneter Berufsorientierung – hat sie doch in diesem Jahr erneut das Berufswahlsiegel von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen verliehen bekommen.

Brücke zwischen Forschung, Ausbildung und Unterrichtspraxis

Gemeinsam geht es besser. Genau deshalb haben sich die Abteilung der Didaktik der Biologie der Universität Siegen und das Kompetenzteam für Lehrerfortbildung des Kreises Siegen-Wittgenstein zusammengetan und eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Bei einem gemeinsamen Termin wurde jetzt ein entsprechender Vertrag zwischen den Partnern unterzeichnet.

Bei der Vertragsunterzeichnung: Sitzend v.l.: Ayodele Bouraimoh-Niderschlag, Co-Leitung des Kompetenzteams, Julia Wolowski, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Didaktik Stehend v.l.: Dr. Björn Hendel, Didaktik der Biologie, Schulamtsdirektor Walter Sidenstein, Leitung des Kompetenzteams Siegen-Wittgenstein, Dr. Hagen Kunz, Leitung der Didaktik der Biologie.

Mit dieser neuen Form der Zusammenarbeit werden die Lehrerausbildung und die Lehrerfortbildung vernetzt und Kompetenzen und Ressourcen der Fachdidaktik der Biologie der Universität Siegen sowie des Kompetenzteams des Kreises Siegen-Wittgenstein gebündelt. Wissenschaftliche MitarbeiterInnen der Didaktik der Biologie entwickeln gemeinsam mit erfahrenen PädagogInnen und ModeratorInnen des Kompetenzteams neue Praxis- und Fortbildungsangebote. Diese richten sich sowohl an Studierende der Universität Siegen, die nach ihrer Ausbildung Biologielehrerin oder Biologielehrer werden wollen, als auch an bereits im Schuldienst tätige Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen I und II. Mit dieser neuen Form der Zusammenarbeit werden Lehre und Forschung sowie unterrichtspraktisches Wissen und Erfahrungen zusammengeführt.

„In den vergangenen Jahren ist bereits eine gute Zusammenarbeit mit Schulen in der Region entstanden“, sagt Dr. Björn Hendel, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Didaktik der Biologie und selbst Lehrer. Diese soll nun mit der Kooperationsvereinbarung im Bereich der Lehrerfortbildung erweitert und schriftlich fixiert werden. Die Angebote sollen praxisnah, den Anforderungen der Kernlehrpläne für das Fach Biologie entsprechend und nach aktuellen Erkenntnissen und Entwicklungen der fachdidaktischen Forschung gestaltet werden. So ist bereits eine erste Pilotveranstaltung in Vorbereitung, in der vor allem auch der Einsatz neuer Medien und digitaler Möglichkeiten im Mittelpunkt stehen sollen.

„Mit dieser Kooperationsvereinbarung bauen wir eine Brücke zwischen der universitären Forschung und Ausbildung sowie der Unterrichtspraxis“, erklärt der Leiter des Kompetenzteams, Schulamtsdirektor Walter Sidenstein. „Es würde mich sehr freuen, wenn die gemeinsam entwickelten Fortbildungsangebote von den Fachlehrerinnen und -lehrern der Biologie angenommen werden“.

Für die Didaktik der Biologie der Universität ist die Kooperationsvereinbarung mit dem Kompetenzteam des Kreises Siegen-Wittgenstein der Startschuss in eine neue Dimension des Lehrens und Lernens für Studierende. „Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an der Universität ist an einigen Stellen noch sehr theoretisch ausgerichtet“, berichtet Dr. Björn Hendel. „Wenn Studierende aber schon früh während ihres Studiums in den persönlichen Kontakt mit Lehrerinnen und Lehrern aus der Schule kommen und mit ihnen in Veranstaltungen gemeinsam erfahren, wie guter naturwissenschaftlicher Unterricht gelingen kann, dann versetzt das Berge. Mit dem Kompetenzteam des Kreises Siegen-Wittgenstein haben wir einen erfahrenen Partner gefunden, um die Qualität unserer Ausbildung weiter zu verbessern“.

Europäischer Statistikwettbewerb für Schülerinnen und Schüler gestartet

Anlässlich des Europäischen Statistiktages am 20. Oktober startet bundesweit der Europäische Statistikwettbewerb für Schülerinnen und Schüler, den das Statistische Bundesamt (Destatis) in Zusammenarbeit mit Eurostat zum ersten Mal in Deutschland organisiert. Als Partner unterstützen die Bundesagentur für Arbeit (BA), die Deutsche Statistische Gesellschaft (DStatG) und die Deutsche Arbeitsgemeinschaft Statistik (DAGStat) diesen Wettbewerb.

Der Wettbewerb richtet sich an Schülerinnen und Schüler der Klassenstufen 11, 12 und 13 der Sekundarstufe II sowie der Klassenstufen 8, 9 und 10 der Sekundarstufe I und ihre Lehrkräfte. In kleinen Teams lösen sie zuerst in einer bundesweiten Ausscheidungsrunde verschiedene Multiple-Choice-Aufgaben auf einer Internetplattform und analysieren einen Datensatz. Die besten Teams aus Deutschland qualifizieren sich dann für die europäische Phase und messen sich mit Gewinnerteams aus 14 weiteren EU-Ländern. Aufgabe wird dann sein, ein kurzes Video zu einem vorgegebenen Thema zu drehen. Zu gewinnen gibt es Geld- und Sachpreise. Das europäische Siegerteam wird auf internationaler Bühne ausgezeichnet.

Ziel der „European Statistics Competition 2019“ (ESC 2019) ist unter anderem, bei Schülerinnen und Schülern spielerisch Interesse an Statistik zu wecken und Lehrkräfte anzuregen, im Unterricht mit „echten“ Daten zu arbeiten. Beim ersten Durchgang 2018 (noch ohne Beteiligung Deutschlands) haben sich europaweit mehr als 11 000 Schülerinnen und Schüler sowie 1 200 Lehrkräfte aus 11 EU-Staaten beteiligt. Die Siegervideos 2018 können auf der europäischen Webseite zum ESC 2019 angesehen werden.

Der Wettbewerb findet während des Schuljahrs 2018/2019 statt. Die Anmeldephase beginnt am 19. Oktober 2018 und geht bis zum 11. Januar 2019. Alle Informationen rund um den Wettbewerb stehen unter www.destatis.de/esc zur Verfügung.

Jugendliche bauen eigene „Drehscheiben-Uhr“

Bereits im letzten Jahr lernten zahlreiche Jugendlichen in der Lehrwerkstatt im Berufsbildungszentrum Wittgenstein, wie man eine eigene Uhr baut. Neben den ganz praktischen Arbeitsschritten wurden, wie auch beim diesjährigen Kurs, verschiedene Metallberufe und deren Anforderungen vorgestellt.

Eine eigene „Drehscheiben-Uhr“ können Kinder und Jugendliche jetzt bei einem Kurs in den Herbstferien (Montag, 22. Oktober, bis Freitag 26. Oktober) bauen. Die Veranstaltung richtet sich an Schüler der achten und neunten Klasse und ist Teil des Kursangebotes, das die zdi-Zentrum Regionalinitiative MINT Siegen-Wittgenstein jährlich organisiert. Der Kurs findet im Bildungszentrum Wittgenstein in Bad Berleburg statt.

Die Drehscheibenuhr ist alltagstauglich und für den täglichen Gebrauch gedacht. Beim Zusammenbauen lernen die Teilnehmer die einzelnen Arbeitsschritte kennen – von der Planung bis zur Fertigstellung. So werden auf interessante Art die verschiedenen Metallberufe und deren Anforderungen vorgestellt: Anlagenmechaniker, Produktdesigner, Industriemechaniker, Konstruktions- und Werkzeugmechaniker. Die Veranstaltung wird vom Bildungszentrum Wittgenstein betreut, die teilnehmenden Jugendlichen können während dem Kurs mit Auszubildenden des Bildungszentrums ins Gespräch kommen.

Anmeldungen werden unter 02751 44523-14 oder via E-Mail an g.toelle@bz-wittgenstein.de entgegengenommen.

Filme drehen mit „echten“ YouTubern

Für Schüler ab der achten Klasse heißt es wieder: filmen, schneiden, experimentieren. Nach der erfolgreichen Premiere 2017 und der gelungenen Fortsetzung in den Osterferien diesen Jahres gibt es in der ersten Herbstferienwoche (Montag, 15. Oktober, bis Donnerstag, 18. Oktober 2018) wieder einen kostenlosen YouTubing-Kurs im Berufskolleg Technik.

Das Seminar wird vom Bildungsbüro des Kreises Siegen-Wittgenstein und der zdi-Zentrum Regionalinitiativeangeboten. Angeleitet und unterstützt werden die Nachwuchs-Filmer von den YouTubern Eduard Flemmer und Simon Weßel-Therhorn von „LekkerWissen”.

Die beiden betreiben seit einigen Jahren erfolgreich ihren eigenen YouTube-Channel. In ihren Videos lassen Eduard und Simon z.B. Mentos-Bonbons in Cola-Flaschen fallen, machen Radioaktivität in einer Nebelkammer sichtbar oder begeben sich auf die Spuren von Albert Einstein.

In diesem Kurs entwickeln die Teilnehmer ein eigenes Skript, filmen mit iPads und lernen eine Schnittsoftware kennen. Heraus kommen nach nur vier Tagen kunterbunte Erklär-Videos zu naturwissenschaftlichen Phänomenen.

Wer dieses Mal mit dabei sein möchte oder weitere Fragen zum YouTubing-Kurs hat, meldet sich einfach unter folgender E-Mail: youtubing-siegen@lekkerwissen.com.

Internet-Planspiel „Wirtschaft“ für Schüler/innen

Auch in diesem Jahr veranstalten das Bildungswerk der Nordrhein-Westfälischen Wirtschaft (BWNRW) und SCHULEWIRTSCHAFT NRW das Internet-Planspiel „Wirtschaft“ für Schülerinnen und Schüler der Sekundarstufe II an Gymnasien, Gesamtschulen und Berufskollegs.

Dabei handelt es sich um ein Unternehmensplanspiel, das über das Internet gespielt wird. Ziel des Planspiels ist es, das Wissen über wirtschaftliche Zusammenhänge durch eigene praxisorientierte Entscheidungen zu erweitern und bei den Schülerinnen und Schülern die Fähigkeit zur Teamarbeit zu fördern. Die Teilnahmegebühr beträgt 25,– € für jedes Spielunternehmen.

Die Anmeldung zum Planspiel erfolgt ausschließlich über die Internetplattform
http://www.rfzplan.de

Anmeldeschluss:12. Oktober 2018, 23:59 Uhr

Weitere Informationen finden Sie hier

Clara-Schumann-Gesamtschule erhält erneut BerufswahlSIEGEL

Bundesweit haben zurzeit mehr als 1.500 Schulen das Siegel inne. Neben der Kreuztaler Schule gehören in Siegen-Wittgenstein und Olpe insgesamt sechs weitere Schulen zu den Trägern des Siegels, das drei Jahre gültig ist. Nach diesen drei Jahren ist ein Rezertifizierungsverfahren notwendig, damit das Siegel weiterhin in der Schule hängen darf.

Schulleiter Christian Scheerer freute sich über die erfolgreiche Rezertifizierung und unterstrich im Rahmen einer kleinen Feierstunde die Bedeutung des Zertifikats. „Nicht für die Schule, sondern für das Leben lernen wir“, sagte er. „Eine gute berufliche Orientierung hilft den jungen Menschen dabei, den Beruf zu finden, der zu ihnen passt und gleichzeitig hilft dies den Unternehmen, motivierte Mitarbeiter zu finden, die den Job gerne machen“, erläuterte der Schulleiter.

Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V. haben in diesem Jahr erneut eine Schule mit dem im Jahr 2000 von der Bertelsmann-Stiftung entwickelten BerufswahlSIEGEL ausgezeichnet. Nach 2015 ist die Clara-Schumann-Gesamtschule in Kreuztal zum zweiten Mal für herausragende Berufswahlorientierung zertifiziert worden.

Die Clara-Schumann-Gesamtschule bietet den Schülerinnen und Schülern schon frühzeitig die Möglichkeit, unterschiedliche Berufsfelder zu erkunden. So gibt es zum Beispiel Unternehmenskooperationen mit heimischen Betrieben. Zusätzlich gibt es an der Kreuztaler Schule Angebote wie das Berufsorientierungsbüro, in dem sich die Schülerinnen und Schüler auch außerhalb des Unterrichts über Berufe informieren können. Seit drei Jahren fördert auch eine MINT-Profilklasse die persönlichen Stärken von Jugendlichen und liefert Impulse für die eigene Berufswahl, indem die Jugendlichen ihrerseits Erfahrungen mündlich an die nächste Jahrgangsstufe weitergeben. Besuche von Ausbildungsbotschaftern und Vertretern von Unternehmen ergänzen das weitreichende Angebot der Kreuztaler Schule.

Gesine Westhäuser, Mitglied der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, betonte die Bedeutung der Berufswahlorientierung und das Engagement der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen als Träger des BerufswahlSIEGELs für die Region Siegen-Olpe-Wittgenstein. Das BerufswahlSIEGEL werde nicht vergeben, weil es heutzutage „chic“ ist, sich für alle möglichen Themen zertifizieren zu lassen. Eine fachkundige Jury aus Vertretern der Wirtschaft, der Wirtschaftsjunioren, der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit sowie erfahrenen Pädagogen entscheide deshalb über die Siegelvergabe. „Es geht einzig und allein darum, was Euch Jugendlichen dient, was Euch im Leben voranbringt und Euch hilft, Euren Weg im Beruf zu meistern“, sagte sie.

Aktuell verfügen sieben Schulen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe über dieses Zertifikat. Ende 2018 beginnt eine neue Bewerbungsrunde, an der alle weiterführenden Schulen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe teilnehmen können. Außerdem startet die Rezertifizierungsphase für die Schulen, die in 2016 das SIEGEL erhalten haben.