Neuer MINToringSi-Jahrgang offiziell gestartet

In einer Feierstunde erhielten die Schülerinnen und Schüler ihre Aufnahme-Zertifikate in das Programm MINToringSi.

29 Schülerinnen und Schüler der 11. Jahrgangsstufe heimischer Gymnasien und Gesamtschulen (Johannes-Althusius-Gymnasium Bad Berleburg, Gymnasium Stift Keppel in Hilchenbach, Clara-Schumann Gesamtschule Kreuztal, Städt. Gymnasium Kreuztal, Gymnasium Netphen, Dietrich-Bonhoeffer-Gymnasium Neunkirchen, Peter-Paul-Rubens-Gymnasium Siegen, Evangelisches Gymnasium Siegen-Weidenau, Fürst-Johann-Moritz-Gymnasium der Stadt Siegen, Gymnasium Wilnsdorf) sind gestern in einer kleinen Feierstunde offiziell in das regionale MINToringSi Programm aufgenommen worden. Im Beisein ihrer Eltern, Lehrer sowie Vertretern der Universität Siegen, der Bezirksregierung Arnsberg und des Verbandes der Siegerländer Metallindustriellen e.V. (VdSM) erhielten sie im Haus der Siegerländer Wirtschaft in Siegen die Aufnahmeurkunden.

MINToringSi ist ein gemeinsames Projekt des VdSM, der Naturwissenschaftlich-Technischen Fakultät der Universität Siegen und der Bezirksregierung Arnsberg. Ziel ist es, angehende Abiturientinnen und Abiturienten bei ihrer Studienorientierung in einem MINT-Fach zu unterstützen und den Übergang an die Hochschule in den ersten Semestern zu begleiten. Die Abkürzung „MINT“ steht dabei für die Bereiche Mathematik, Informatik, Naturwissenschaft und Technik. Drei Jahre lang werden die Teilnehmer von sechs so genannten MINToren auf dem Weg vom Abitur bis in die ersten Semester an der Universität begleitet. „Fachkräfte sind in diesem Bereich enorm gefragt“, sagte Dipl.-Ing. Jörg Dienenthal, Vorsitzender des VdSM, in seinem Grußwort. Für den Verband sei es maßgeblich von Interesse, junge Leute dahingehend zu fördern. Nur so könne man dem Fachkräftemangel entgegenwirken. „Es ist praktisch eine Win-win-Situation.“, sagte Dienenthal. Auch für die MINToren sei das Programm von Vorteil. „Man lernt, junge Menschen und Projekte anzuleiten.“

Prof. Dr. Holger Schönherr, Dekan der Naturwissenschaftlich Technischen Fakultät (IV) der Universität Siegen, ging in seinem Grußwort darauf ein, wie wichtig es ist, verschiedene wissenschaftliche Disziplinen zu vernetzen: „Es muss sich untereinander vernetzt werden.“

Studiendirektor Matthias Dickel, der ein Grußwort seitens der Bezirksregierung Arnsberg an die Teilnehmer richtete, hob hervor, welche Bedeutung Fachkräfte im Bereich der MINT Fächer für unsere heutige Gesellschaft und für zukünftige Generationen haben. „Man denke dabei beispielsweise an Themen wie den Klimawandel und die damit verbundenen Herausforderungen an zukünftige Mobilität und Energieversorgung“, sagte er.

Anschließend stellten sich die MINToren (Studentinnen und Studenten sowie Assistenten und Doktoranden der MINT-Fächer an der Uni Siegen) persönlich vor und erläuterten die weiteren Projektplanungen.

Festredner des Abends war Prof. Dr. Carsten Busse vom Forschungsbereich Experimentelle Nanophysik der Universität Siegen. Passend zum Wetter erläuterte er den Gästen „Die Physik der Schneeflocke“. In seinem spannenden Beitrag zeigte er unter anderem auf, wie eine Schneeflocke entsteht. „Eine Schneeflocke beginnt ihr Leben als Wassertröpfchen in der Wolke“, sagte er.

Abgerundet wurde die festliche Aufnahmeveranstaltung mit verschiedenen Musikstücken von Friedrich Großmann an der Flamenco Gitarre.

Per Mausklick zur Einschulung

Am Freitag, 8. Februar, startet die Anmeldephase für die vier Berufskollegs des Kreises Siegen-Wittgenstein. Neben der dualen Berufsausbildung bieten die Berufskollegs auch viele weitere Bildungsangebote in Teilzeit- und Vollzeitform. Sie vermitteln nicht nur berufliche Kenntnisse, sondern ermöglichen auch den Erwerb aller Schulabschlüsse. So eröffnen beispielsweise die Beruflichen Gymnasien der Berufskollegs ihren Schülern den Weg, das Abitur mit beruflichen Qualifikationen zu verbinden. Dies ist in den Fachbereichen Technik, Erziehung und Soziales, Freizeitsport, Gesundheit oder Wirtschaft und Verwaltung möglich. So spiegeln sich schon in der Abiturprüfung die persönlichen Interessen der Schüler wider. Neben dem Allgemeinen Abitur verfügen die Absolventen damit am Ende ihrer Schulzeit auch über wichtige berufliche Kenntnisse, die den späteren Einstieg in das Berufsleben oder ein entsprechendes Studium erleichtern.

Anmelden können sich interessierte Schüler bis zum 8. März 2019 über „Schüler Online“ unter www.schueleranmeldung.de. Mit nur wenigen Mausklicks wählen sie ihre Schule und den Bildungsgang, für den sie sich anmelden möchten. Auch Auszubildende sowie Ausbildungsbetriebe nehmen die Anmeldung zur Berufsschule beim Abschluss eines Ausbildungsvertrages online über das Portal vor.
Ein zweites Anmeldefenster für die Berufskollegs des Kreises wird vom 29. April bis 12. Juli 2019 geöffnet werden.

Einzelheiten zu den jeweiligen Bildungsgängen, Eingangsvoraussetzungen sowie Informationsveranstaltungen finden sich zudem auf den Internetseiten der einzelnen Berufskollegs:

  • Berufskolleg Allgemeingewerbe, Hauswirtschaft und Sozialpädagogik

Fischbacherbergstr. 17, 57072 Siegen, Tel. 0271 23667-0
Internet: www.homepage.berufskolleg-ahs-si.de

  • Berufskolleg Technik des Kreises Siegen-Wittgenstein

Fischbacherbergstr. 2, 57072 Siegen, Tel.: 0271 23264-100
Internet: www.berufskolleg-technik.de

  • Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung des Kreises Siegen-Wittgenstein

Am Stadtwald 27, 57072 Siegen, Tel.: 0271 23668-0
Internet: www.berufskolleg-wirtschaft.de

  • Berufskolleg Wittgenstein des Kreises Siegen-Wittgenstein

Am Breitenbach 1, 57319 Bad Berleburg, Telefon: 02751 9263-270
Internet: www.berufskolleg-wittgenstein.de

Zweiter Fachtag „Bildung in der digitalen Welt“

Smartphones, Tablets und Apps für alle denkbaren Anwendungen – für die meisten von uns inzwischen selbstverständliche Alltagsbegleiter, die das Leben oft leichter oder zumindest angenehmer machen. Auch für den Schulunterricht gewinnt die Digitalisierung mehr und mehr an Bedeutung. Um Lehrern ganz praktische Tipps und Hilfestellungen für den Einsatz digitaler Medien im Unterricht zu geben, laden das „Zentrum für Lehrerbildung und Bildungsforschung“ der Universität Siegen, die Kompetenzteams der Schulämter der Kreise Siegen-Wittgenstein und Olpe sowie das Regionale Bildungsbüro des Kreises Siegen-Wittgenstein jetzt zum zweiten Pädagogischen Fachtag „Bildung in der digitalen Welt: Lernen individuell gestalten“ ein.

Dieser findet am 27. März von 13:00 bis 16:30 Uhr am Campus Adolf-Reichwein-Straße der Universität Siegen statt und richtet sich an Lehramtsstudierende, Lehramtsanwärter und Lehrer. In zwölf Workshops steht insbesondere der Aspekt der individuellen Förderung von Schülern aller Jahrgangsstufen und Schulformen durch digitale Lernmittel im Mittelpunkt.

Zwölf Workshops für alle Schulformen

Die Themen reichen von „Wikis in der Grundschule“ und „kriteriengeleitete Auswahl von Apps für den Mathematikunterricht“ über „Räume mit einer Handy-Rallye mobil erschließen“ und „Flipped Learning – den Unterricht auf den Kopf gestellt“ bis hin zu „Nutzung der Stop-Motion App zur Erarbeitung komplexer biologischer Zusammenhänge“ oder „Künstliche Intelligenz im Informatikunterricht“.

Anhand praktischer Beispiele werden auch Bezüge zum Medienkompetenzrahmen NRW und zur Medienkonzeptarbeit in den Schulen hergestellt.

Nach erfolgreichem Auftakt Fortsetzung gewünscht

Im April vergangenen Jahres hatte es einen ersten Fachtag „Bildung in der digitalen Welt“ gegeben, der auf große Resonanz gestoßen war. Damals waren sich die Teilnehmer einig, dass weitere Veranstaltungen dieser Art folgen sollten, in denen einzelne Themenfelder vertieft und neue vorgestellt werden. Diese Anregungen greifen die Veranstalter jetzt auf.

Alle Informationen zum Tagesablauf und zu den Workshops gibt es auf der Tagungshomepage unter www.digitale-bildung.uni-siegen.de.

Lehrkräfte aus China zu Gast an der Bodelschwingh-Schule

Besuch aus Fernost: Chinesische Lehrerinnen und Lehrer aus der Provinz Jiangsu besuchten die Bodelschwingh-Grundschule in Buschhütten und informierten sich über die inklusive Beschulung vor Ort.

Auf Vermittlung des Schulamtes für den Kreis Siegen-Wittgenstein erhielt die Friedrich von-Bodelschwingh-Grundschule in Kreuztal-Buschhütten Besuch von weitgereisten Gästen aus Fernost. Im Rahmen ihres Deutschlandaufenthalts war eine 28-köpfige Reisegruppe aus der Stadt Xuzhou zu Gast, um sich einen Einblick in die inklusive Arbeit der Schule zu verschaffen. Die Mitglieder der chinesischen Studiengruppe, bestehend aus Schulleitung und Lehrkräften, hospitierten im Unterricht und lernten die pädagogische Konzeption der Grundschule in Buschhütten kennen. Im anschließenden Austausch ging es neben dem Schwerpunktthema Inklusion auch um das Unterrichten in jahrgangsgemischten Lerngruppen. Schulleiterin Claudia Gawrosch und Sonderpädagogin Susanne Merkelbach informierten über Rahmenbedingungen, Schulleben und Fördermöglichkeiten. Die offizielle Begrüßung für die Stadt Kreuztal übernahm Stadträtin Edelgard Blümel.

Ausgezeichnete Berufsvorbereitung

Die Berufswahlkoordinatoren Simon Wack, Sarah Hilgendorff, Jacqueline Metz und Alexandra Vitt nehmen gemeinsam mit der Schulleiterin Mechthild Ermert-Heinz und Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufe 9 das Berufswahlsiegel von Gesine Westhäuser von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalens entgegen.

Im Jahr 2015 hat die Gemeinschaftliche Sekundarschule Burbach-Neunkirchen erstmals das Berufswahl-SIEGEL NRW für ihre Projekte im Rahmen der Berufsorientierung erhalten. Mit dem Berufswahl-SIEGEL werden Schulen für die Umsetzung einer exzellenten Berufs- und Studienorientierung ausgezeichnet. Diese Schulen werden durch kompetente Beratung dabei unterstützt, ihre Berufs- und Studienorientierung kontinuierlich zu verbessern.  Ende 2018 stand nun die erneute Zertifizierung an, die die Schule wieder mit Bravour bestanden hat.

Die Bläserklasse der Jahrgangsstufe 7

Am Freitag, den 18.01.2019, wurde der Schule im Rahmen einer Feierstunde das Berufswahl-SIEGEL NRW überreicht. Nach dem musikalischen Auftakt der Bläserklasse der Jahrgangsstufe 7 begrüßte Schulleiterin Mechthild Ermert-Heinz die Gäste, zu denen Schülerinnen und Schüler mit Eltern der Jahrgangsstufe 9, Vertreter der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen sowie Vertreter der Kooperationsbetriebe gehörten.

In Ihrer Ansprache forderte Mechthild Ermert-Heinz ihre Schülerinnen und Schüler auf: „Augen auf bei der Berufswahl“. Zu ihrer Zeit gab es ein solches Informationsangebot wie heute nicht. Daher solle man die Angebote und Möglichkeiten von heute nutzen, um für das spätere Leben die richtige Wahl treffen zu können. Um ihre Worte zu untermauern, bediente Sie sich eines Zitats von Konfuzius: „Wähle einen Beruf, den du liebst, und du brauchst keinen Tag in deinem Leben mehr zu arbeiten.“

Julia Förster, stellv. Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren

Auch die stellv. Vorsitzende der Wirtschaftsjunioren, Julia Förster, ermutigte die Jugendlichen dazu, herauszufinden, was sie wollen, wo ihre Stärken und Schwächen liegen und die heutigen Möglichkeiten und Angebote der Schule aktiv zu nutzen.

Die Studien- und Berufswahlkoordinatoren Sarah Hilgendorff, Jacqueline Metz, Alexandra Vitt und Simon Wack stellten die Schule mit ihren zwei Standorten in Burbach und Neunkirchen vor und erläuterten das Konzept der Berufsvorbereitung an der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen. Damit allen Jugendlichen der Übergang Schule-Beruf gelingt, gibt es in Nordrhein-Westfalen ab Klasse 8 die Initiative KAoA – „Kein Abschluss ohne Anschluss“.

Doch an der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen beginnt die Berufsorientierung bereits mit dem Markt der Möglichkeiten in der Jahrgangsstufe 5. Die Klassen 5 bis 7 sollen von den Schülerinnen und Schülern zur Entdeckung der eigenen Stärken und Schwächen genutzt werden. So beginnt man bereits ab Klasse 5 – und nicht wie gefordert erst ab Klasse 8 – mit Tagespraktika. In der 7. Klasse gibt es zudem einen „Knigge-Kurs“ zu Fragen „Wie telefoniere ich mit einem Betrieb, in dem ich mich bewerben möchte?“ oder „Wie kleide ich mich korrekt in meinem Praktikum?“.

Auch ab Klasse 8, wenn die rechtlich geforderte Berufswahlvorbereitung beginnt, leistet man in Burbach und Neunkirchen an der Gemeinschaftlichen Sekundarschule mehr als gefordert. So nimmt man sich bei den Berufsfelderkundungstagen fünf Tage statt der geforderten drei Tage Zeit. Schließlich handelt es sich hierbei um ein zentrales Element der KAoA-Regelung.

Schulleiterin Mechthild Ermert-Heinz gemeinsam mit den Berufswahlkoordinatoren und Vertretern der Kooperationsbetriebe

In der 9. Klasse absolvieren die Jugendlichen ein dreiwöchiges Betriebspraktikum. Gefordert sind hier eigentlich nur zwei Wochen. Weiterhin gibt es Besuche des Berufskollegs und des Berufsinformationszentrums in Siegen. Die schulinterne Berufsmesse „Jobs 4 You“, an der sich zuletzt im November 2018 ortsansässige Unternehmen den interessierten Schülerinnen und Schülern der Jahrgangsstufen 8 und 9 vorstellen konnten, gehört genauso zu der ausgezeichneten Leistung der Schule in Bezug auf die Berufsvorbereitung wie auch die angebotenen Bewerbertrainings, die gemeinsam mit den Kooperationspartnern durchgeführt werden.

Im letzten Schuljahr an der Gemeinschaftlichen Sekundarschule Burbach-Neunkirchen lernen die Schülerinnen und Schüler etwas über die Rechte und Pflichten von Azubis. Sie werden bei der Suche eines Ausbildungsplatzes unterstützt und auf Einstellungstests sowie Bewerbungsgespräche vorbereitet. Für interessierte Schülerinnen und Schüler werden Besuche an den weiterführenden Gymnasien und Berufskollegs angeboten und egal, für welchen Weg sie sich entscheiden, gibt die Schule auch bei der Anmeldung an der weiterführenden Schule eine Hilfestellung.

Gesine Westhäuser von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalens überreichte schließlich der Schule das Berufswahl-SIEGEL NRW. Als Mitglied der Jury, die über die Vergabe des Siegels entscheidet, erläuterte sie anhand des im vergangenen Jahr durchgeführten Audits, was die Schule mit viel Herzblut und Engagement alles leistet und dass dies schließlich eine Auszeichnung wert sei. Als besonderes Highlight stellte Gesine Westhäuser nochmals die sehr vielseitigen Aktivitäten sowie die hohe Qualität, mit der die Schule verbindlich immer wieder das Gesamtkonzept weiterentwickelt, hervor.

Zu den bisher acht Kooperationsbetrieben der Schule konnte man zuletzt im Rahmen der Berufsmesse „Jobs 4 You“ den neunten Kooperationsvertrag mit der Firma Baumgarten handle systems KG schließen. Am vergangenen Freitag wurde dann mit dem Unternehmen Schäfer Werke GmbH aus Neunkirchen der zehnte Kooperationsvertrag unterschrieben. Die Schäfer Werke zeigten genau wie die restlichen Kooperationspartner mit ihrer Unterschrift, wie wichtig ihnen die Arbeit mit potentiellen Bewerbern ist. Mit den beiden Unternehmen konnten auch die ersten beiden Firmen aus Neunkirchen als Kooperationsbetriebe gewonnen werden
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Das verrückte Weihnachtslabor

Die Weihnachtsvorlesung der Universität Siegen stand auch in diesem Jahr ganz im Zeichen der Chemie. Von Elefantenzahnpasta und Stichflammen, brennenden Gummibärchen und brandendem Applaus.

Gebannt starren hunderte Gäste auf die brennende Zündschnur, wie sie sich durch das Audimax der Universität Siegen schlängelt. Dann erreicht sie die Ballonschnur. Schon hebt die mit Knallgas gefüllte Kugel ab. Mehrere Meter steigt sie in die Höhe – gefolgt von tosendem Krach. Gut ein Dutzend Experimente hatte das Department Chemie und Biologie für die diesjährige Weihnachtsvorlesung der Universität Siegen vorbereitet. Unter dem Titel „Oh Chemistree … oh Chemistree“ boten Prof. Dr. Heiko Ihmels, Prof. Dr. Michael Schmittel und das Team der Organischen Chemie eine Vorlesung mit vielen Experimenten.

„Wir wollen naturwissenschaftliche Phänomene vereinfacht darstellen“, erklärte Schmittel zu Beginn. Er und Ihmels lieferten die Erklärungen zum Spektakel. Diese waren spielerisch aber lehrreich und für Laien gut verständlich. Dazu gab es eine bildgewaltige Show für das Publikum.

weihnachten2_webIn einem der Experimente erhitzte Chemieingenieur Rochus Breuer ein Gummibärchen in einem Reagenzglas, bis der kleine Kerl glühende, bunte Funken schlug. Anschaulich wurde so die Kalorienverbrennung demonstriert, mit einem Zwinkern in Richtung der Festtage. Für die dunkle Jahreszeit wissen nun auch viele, wie man leuchtende Farben selbst erzeugt: Durch Schwarzlicht beleuchtet wird Pfefferminztee durch das Chlorophyll rot, Curry dagegen durch das enthaltene Curcumin strahlend grün.

Einmal blies Breuer, mit weißem Kittel und Schutzbrille bekleidet, die Sporen der Pflanze Wolfsfuß (Bärlapp) über einen Gasbrenner. Die Stichflamme schoss über einen Meter hoch.

Der krönende Abschluss war dann eine Art Schaumexplosion. Breuer brachte ein mannsgroßes Reagenzglas zum Vorschein – breit wie ein Schornstein und gebettet in eine Plastikfolie. Jetzt wurde Elefantenzahnpasta gemacht. Die Portionierung der zusammengegossenen Flüssigkeiten, in jedem Haushalt zu finden, muss wohl auch den Ingenieur überrascht haben. Fast bis an die Decke und zum Teil über die Folie hinaus ergoss sich das Gemisch in den Raum und über Breuers Schutzmantel – ungefährlich und gefolgt von großem Gelächter und Applaus.

Südwestfalen spielerisch entdecken und mitgestalten

Die Region Südwestfalen erobert die Schulen. Mit dem neuen Gesellschaftsspiel „Vision Südwestfalen“ der Südwestfalen Agentur haben Schüler und Schülerinnen die Möglichkeit, die Region in all ihren Facetten besser kennenzulernen und sie spielerisch mitzugestalten.

Der Name des Spiels verrät es schon: Es geht um Visionen, die die Schüler spielerisch jeweils in Teams bis zu fünf Personen erarbeiten können. Sie entwickeln beispielsweise eine Werbekampagne für die Region, rufen eine Schulpartnerschaft ins Leben, organisieren einen Jugendbus, sammeln Ideen zum Stromsparen vor Ort oder kreieren ihre eigene Vision, um Südwestfalen lebenswerter zu machen.

Um das zu schaffen, müssen sie bestimmte Missionen erfüllen, die der Vision zugrunde liegen. Dahinter verbergen sich Fragen zu Südwestfalen, die es richtig zu beantworten gilt. So lernen die SpielerInnen etwa, dass im Kreis Soest Kalk- und Grünsandstein abgebaut wird, viele Bauteile für Autos und Fahrräder in Südwestfalen hergestellt werden und Deutschlands zweiter Bundespräsident, Heinrich Lübke, aus Enkhausen bei Sundern stammt.

Das Spiel orientiert sich – in zwei Schwierigkeitsstufen – an den Lehrplänen und kann so ideal von der Grundschule über Haupt- und Realschule bis hin zur gymnasialen Oberstufe eingesetzt werden. „Das ist entstaubte Heimatkunde. Wir möchten mit dem Spiel schon früh bei den Schülerinnen und Schülern ein Bewusstsein für die Region Südwestfalen und ihre Perspektiven schaffen – aber auch bei den Eltern und der Lehrerschaft“, erläutert Stephanie Arens von der Südwestfalen Agentur. „Das Tolle an dem Spiel ist, dass wir Lehrerinnen und Lehrer damit Unterrichtsmaterial über die Region bekommen, mit dem wir zu verschiedensten Themen auch weiterarbeiten können. Gleichzeitig können wir damit Kinder und Jugendliche motivieren, eigene Visionen zu erdenken, wie die Region besser werden kann“, ergänzt Lehrerin Kristin Pauli vom Märkischen Gymnasium Iserlohn (MGI).

Die ursprüngliche Spiel-Idee stammt aus der Schülerschaft selbst, von zwei Schülerinnen des MGI. Saskia Menze und Melina Seiler hatten mit ihrer Lehrerin Kristin Pauli im Rahmen des SchülerInnen-Wettbewerbs „Was wäre die Welt ohne die Region Südwestfalen?“ der Südwestfalen Agentur das Spiel „Vision Iserlohn“ entworfen. Dabei setzten sie sich mit den Stärken und Schwächen ihrer Stadt auseinander, forderten von den Spielern aber auch kreative Verbesserungsvorschläge ein. Eine tolle Idee – und die Vorlage für „Vision Südwestfalen“. „Melina und ich sind schon stolz, dass unsere Spielidee weiterentwickelt und nun in Schulen der Region zum Einsatz kommen soll“, freut sich Saskia Menze.
Fünf Jahre bis zur Fertigstellung

Das darauf aufbauende Spiel ist in einem intensiven Arbeitsprozess entstanden. LehrerInnen, SchülerInnen der verschiedenen Schulformen, Südwestfalen Agentur, Heimatpfleger, Touristiker, Stadtplaner, Vertreter aus Wirtschaft, Kultur und Bildung haben es mit einem Spiele-Entwickler erarbeitet, mit Schulklassen getestet und immer weiter verfeinert. Nach fünf Jahren liegt das Spiel nun auf den Klassentischen und das, dank der Unterstützung des Rotary Clubs Arnsberg, auch in ausreichender Zahl. 
Nun hoffen Stephanie Arens und ihre MitstreiterInnen, dass möglichst viele Schulklassen das Spiel „Vision Südwestfalen“ in ihren Unterricht einbinden. „Es macht Spaß und bietet Schülern und Lehrern einen echten Mehrwert.“

Wie das Spiel funktioniert, zeigt das Tutorial zu „Vision Südwestfalen“ – dieses findet sich online unter www.suedwestfalen-macht-schule.com. Interessierte Schulen können es unter spiel-vision@suedwestfalen.com bestellen.

 

Schulen können sich wieder für das Berufswahl-SIEGEL bewerben

Derzeit tragen sieben Schulen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe das Berufswahl-SIEGEL als Anerkennung für ihre herausragende Berufswahlorientierung. Ab jetzt können sich weitere Schulen aus der Region für das bundesweit einmalige Qualitätszertifikat bewerben, das von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen vergeben wird. Gleichzeitig beginnt für die Schulen, die in 2016 das SIEGEL erhalten haben, die Rezertifizierungsrunde, denn das Berufswahl-SIEGEL ist eine Auszeichnung auf Zeit.

„Wir hoffen, dass durch die guten Beispiele aus den zurückliegenden Jahren weitere Schulen motiviert werden, sich für das Berufswahl-SIEGEL zu bewerben. Die Bewerbungsunterlagen können von unserer Internetseite www.berufswahlsiegel.org heruntergeladen werden. Bewerbungsschluss ist der 4. Februar 2019“, erläutert Gesine Westhäuser von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen. Die Schulen, die für eine Rezertifizierung anstehen, erhalten die dafür notwendigen Unterlagen direkt zugeschickt.

Das Bewerbungsverfahren läuft in beiden Fällen in zwei Stufen ab. Zunächst beantworten die teilnehmenden Schulen einen Kriterienkatalog etwa zu Aktivitäten der Studien- und Berufswahlorientierung, zur innerschulischen Qualitätssicherung oder zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und Eltern. Die Auswertung der schriftlichen Bewerbung erfolgt durch eine unabhängige Jury. Sind die Eindrücke positiv, findet danach eine Auditierung vor Ort in der Schule statt. Wird auch diese Runde gemeistert, erfolgt am Ende im Sommer 2019 die Verleihung des Berufswahl-SIEGELs.

Neben den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, einem Zusammenschluss junger Unternehmer und angestellter Führungskräfte, arbeiten in der Jury u. a. erfahrene Pädagogen, Vertreter der Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkerschaft, der IHK Siegen, der IG Metall und des DGB sowie aus Unternehmen und Arbeitgeberverbänden mit.

„Das Berufswahl-SIEGEL wird nach bundesweit einheitlichen Kriterien vergeben. Es hat dadurch einen sehr hohen Stellenwert und eine besondere Aussagekraft in Bezug auf die Qualität der Berufswahlorientierung an weiterführenden Schulen. Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen unterstützen dieses Projekt, weil davon nicht nur die Schulen profitieren, sondern vor allem die Jugendlichen, die besser auf ihre Berufswahl vorbereitet werden“, so Gesine Westhäuser.

Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V.

Berufs- und Studienbörse als feste Institution an der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal

Julia Förster (Pressereferentin der Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein; 2.v.l.) im Gespräch mit Bettina Meister (Berufsorientierungskoordinatorin CSG Kreuztal; rechts im Bild) und angehenden Abiturienten.

Eine ausgezeichnete Chance zur Orientierung über berufliche und universitäre Angebote erhielten an der Clara-Schumann-Gesamtschule die Klassen 12 und 13 durch den Tag der Berufs- und Studienbörse mit mehr als 25 breit gefächerten Angeboten von A wie Architektur bis Z wie Zulassungsbedingungen zum Studium. Bereits zum zwölften Mal informierten Unternehmen und Universitäten Schülerinnen und Schüler der Oberstufe über die Berufs- und Studienwelt.

Die Berufs- und Studienorientierung ist ein Prozess der Annäherung und Abstimmung zwischen Interessen, Wünschen, Wissen und Können von Schülern als Individuum auf der einen Seite und Möglichkeiten, Bedarf und Anforderungen der Arbeits- und Berufswelt und Studienwelt auf der anderen Seite. Auf die Berufswahl wirken auch gesellschaftliche Werte, Normen und Ansprüche ein, die einem ständigen Wandel unterliegen. Um so wichtiger ist es, dass Schülerinnen und Schüler vielfältige Gelegenheiten haben, sich mit diesem Prozess auseinanderzusetzen.

Vertreter der Universität Siegen referierten unter anderem über die Studiengänge Lehramt und Architektur – standen aber auch jederzeit zur individuellen Studienberatung zur Verfügung. Neben der Vorstellung der heimischen Universität ging der Blick auch über die Landesgrenzen hinaus – so stellten sich auch die Universität Marburg und erstmals die Technische Hochschule Mittelhessen den angehenden Abiturientinnen und Abiturienten vor. Aber auch hiesige Unternehmen und Arbeitgeber, darunter z.B. die Firma Bombardier aus Netphen, Invema aus Kreuztal, die Polizei Siegen, die Sparkasse Siegen oder die Celenus Klinik für Neurologie in Hilchenbach, entsandten ihre Berufsbotschafter in die Oberstufenräume der Gesamtschule Kreuztal. Die Industrie- und Handelskammer Siegen war vor Ort und informierte u.a. über das duale Studium im heimischen Raum. Zum wiederholten Mal nahmen auch die Arbeitgeberverbände Siegen-Wittgenstein an der Berufs- und Studienbörse teil. Als Pressereferentin der Arbeitgeberverbände informierte Julia Förster kompetent und aus erster Hand über den Berufsalltag im Bereich der Presse- und Öffentlichkeitsarbeit. Jan Crepon von der Agentur für Arbeit stellte in einem Workshop die Berufschancen für Abgänger naturwissenschaftlicher Studiengänge vor.

Einer von vielen bemerkenswerten Aspekten an diesem Tag waren ehemalige Schülerinnen der Clara-Schumann-Gesamtschule Kreuztal, die von ihren Erfahrungen in der Berufs- und Studienwelt berichteten. Sie warteten mit Informationen zum Lehramtsstudium bzw. Maschinenbaustudium auf.  Die jetzigen Oberstufenschüler und –schülerinnen konnten von ihren Vorgängern somit aus erster Hand erfahren, dass die schulische Laufbahn an der „Clara“ ein exzellenter Grundstein für eine erfolgreiche berufliche Karriere sein kann.

Bettina Meister, zuständig für die Organisation des Tages, freute sich über eine Vielzahl positiver Rückmeldungen seitens der Schülerinnen und Schüler, aber auch der Referenten.

Es gibt mittlerweile mehr als 400 Ausbildungsberufe und mehr als 10.000 verschiedene Studiengänge – so Jan Crepon von der Agentur für Arbeit. Langfristig ist daher die Berufs- und Studienbörse für angehende Abiturienten und Abiturientinnen ein unverzichtbarer Baustein in dem umfangreichen Konzept, mit dem die Clara-Schumann-Gesamtschule ihren Schülerinnen und Schülern berufliche Orientierung gibt. Die Kreuztaler Gesamtschule ist stolz auf ihren Ruf als eine Schule ausgezeichneter Berufsorientierung – hat sie doch in diesem Jahr erneut das Berufswahlsiegel von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen verliehen bekommen.

Brücke zwischen Forschung, Ausbildung und Unterrichtspraxis

Gemeinsam geht es besser. Genau deshalb haben sich die Abteilung der Didaktik der Biologie der Universität Siegen und das Kompetenzteam für Lehrerfortbildung des Kreises Siegen-Wittgenstein zusammengetan und eine Kooperationsvereinbarung getroffen. Bei einem gemeinsamen Termin wurde jetzt ein entsprechender Vertrag zwischen den Partnern unterzeichnet.

Bei der Vertragsunterzeichnung: Sitzend v.l.: Ayodele Bouraimoh-Niderschlag, Co-Leitung des Kompetenzteams, Julia Wolowski, Wissenschaftliche Mitarbeiterin der Didaktik Stehend v.l.: Dr. Björn Hendel, Didaktik der Biologie, Schulamtsdirektor Walter Sidenstein, Leitung des Kompetenzteams Siegen-Wittgenstein, Dr. Hagen Kunz, Leitung der Didaktik der Biologie.

Mit dieser neuen Form der Zusammenarbeit werden die Lehrerausbildung und die Lehrerfortbildung vernetzt und Kompetenzen und Ressourcen der Fachdidaktik der Biologie der Universität Siegen sowie des Kompetenzteams des Kreises Siegen-Wittgenstein gebündelt. Wissenschaftliche MitarbeiterInnen der Didaktik der Biologie entwickeln gemeinsam mit erfahrenen PädagogInnen und ModeratorInnen des Kompetenzteams neue Praxis- und Fortbildungsangebote. Diese richten sich sowohl an Studierende der Universität Siegen, die nach ihrer Ausbildung Biologielehrerin oder Biologielehrer werden wollen, als auch an bereits im Schuldienst tätige Lehrerinnen und Lehrer der Sekundarstufen I und II. Mit dieser neuen Form der Zusammenarbeit werden Lehre und Forschung sowie unterrichtspraktisches Wissen und Erfahrungen zusammengeführt.

„In den vergangenen Jahren ist bereits eine gute Zusammenarbeit mit Schulen in der Region entstanden“, sagt Dr. Björn Hendel, wissenschaftlicher Mitarbeiter der Didaktik der Biologie und selbst Lehrer. Diese soll nun mit der Kooperationsvereinbarung im Bereich der Lehrerfortbildung erweitert und schriftlich fixiert werden. Die Angebote sollen praxisnah, den Anforderungen der Kernlehrpläne für das Fach Biologie entsprechend und nach aktuellen Erkenntnissen und Entwicklungen der fachdidaktischen Forschung gestaltet werden. So ist bereits eine erste Pilotveranstaltung in Vorbereitung, in der vor allem auch der Einsatz neuer Medien und digitaler Möglichkeiten im Mittelpunkt stehen sollen.

„Mit dieser Kooperationsvereinbarung bauen wir eine Brücke zwischen der universitären Forschung und Ausbildung sowie der Unterrichtspraxis“, erklärt der Leiter des Kompetenzteams, Schulamtsdirektor Walter Sidenstein. „Es würde mich sehr freuen, wenn die gemeinsam entwickelten Fortbildungsangebote von den Fachlehrerinnen und -lehrern der Biologie angenommen werden“.

Für die Didaktik der Biologie der Universität ist die Kooperationsvereinbarung mit dem Kompetenzteam des Kreises Siegen-Wittgenstein der Startschuss in eine neue Dimension des Lehrens und Lernens für Studierende. „Die Ausbildung von Lehrerinnen und Lehrern an der Universität ist an einigen Stellen noch sehr theoretisch ausgerichtet“, berichtet Dr. Björn Hendel. „Wenn Studierende aber schon früh während ihres Studiums in den persönlichen Kontakt mit Lehrerinnen und Lehrern aus der Schule kommen und mit ihnen in Veranstaltungen gemeinsam erfahren, wie guter naturwissenschaftlicher Unterricht gelingen kann, dann versetzt das Berge. Mit dem Kompetenzteam des Kreises Siegen-Wittgenstein haben wir einen erfahrenen Partner gefunden, um die Qualität unserer Ausbildung weiter zu verbessern“.