Wechsel an der Spitze der Kreis-VHS

Wechsel an der Spitze der Kreisvolkshochschule: Landrat Andreas Müller (Mitte) verabschiedet Winfried Hofmann in den Ruhestand und wünscht der neuen Leiterin der Kreis-VHS, Sandra Thiemt, viel Erfolg und gute Ideen für ihre Arbeit.

15 Jahre lang war Winfried Hofmann Leiter der Volkshochschule des Kreises Siegen-Wittgenstein – zum 30. April 2021 geht er in den Ruhestand. Nachfolgerin wird Sandra Thiemt. Die 48-jährige geborene Siegenerin ist verheiratet und lebt in Kreuztal. Landrat Andreas Müller hat sich jetzt mit beiden zur Amtsübergabe getroffen. Er dankte Winfried Hofmann für seine engagierte Arbeit und wünschte Sandra Thiemt viel Erfolg und gute Ideen für die neue Aufgabe.

„Für uns als Kreis ist unsere Volkshochschule ein kleines Juwel. Sie bietet Weiterbildung für alle gesellschaftlichen Gruppen und Menschen jedes Alters wohnortnah im städtischen wie im ländlichen Raum an“, unterstreicht der Landrat: „In einer Zeit, in der lebensbegleitendes Lernen immer selbstverständlicher wird, ist unsere Volkshochschule ein etablierter Anbieter sowohl für berufliche Fortbildungen, als auch von Angeboten für jedermann – von den Sprachkursen für den Urlaub über politische Bildung bis hin zu kreativen Kursen für die Freizeitgestaltung. Winfried Hofmann hatte immer den Daumen am Puls der Zeit und mit neuen Ideen und Angeboten nachhaltige Impulse gesetzt“, so Müller.

Auch Winfried Hofmann unterstreicht die große Breite des Bildungsangebotes und betont den frühzeitigen Blick auf relevante Themen: „Über das Waldsterben, die Klimaveränderung und den Einsatz von Wind- und Solarenergie haben wir schon in den 90er-Jahren des letzten Jahrtausends in allen Städten und Gemeinden ausführlich informiert. Bis heute sind wir immer sehr nah am aktuellen Geschehen“, sagt er: „Ich war selbst immer wieder von der Vielfalt des Programmangebotes begeistert, dass das Team in Zusammenarbeit mit den Dozentinnen und Dozenten zweimal im Jahr erstellt!“

Besonders gerne erinnert sich Hofmann an die Tagesfahrten zu Ausstellungen z.B. in Bonn, Köln oder Frankfurt: „Hier erinnere ich mich z.B. an die Objekte aus der kambodschanischen Tempelanlage Angkor Wat oder die versunkenen Schätze Ägyptens – zwei Ausstellungen, die 2007 in der Ausstellungshalle in Bonn gezeigt wurden“, so Hofmann: „Das Gemeinschaftserleben mit den Teilnehmerinnen und Teilnehmern gehört zu den unvergesslichen Momenten meiner Amtszeit. Wäre ich nur in meinem Büro geblieben, wären mir die große Neugierde der Siegerländer und Wittgensteiner auf Unbekanntes, die Lust am Lernen und die Freude, all dies in Gemeinschaft erleben zu wollen, nicht so deutlich geworden.“

Die letzten 14 Monate waren bei der Kreis-VHS wie in der gesamten Gesellschaft von der Corona-Pandemie geprägt. So übernimmt Sandra Thiemt die Leitung der Volkshochschule zu einem Zeitpunkt, in dem vieles nicht stattfinden kann, bzw. als Online-Veranstaltung neu konzipiert und angeboten werden muss – eine Entwicklung, die die neue Leiterin auch für die Zeit nach der Pandemie vorantreiben möchte.

Sandra Thiemt ist Diplom-Pädagogin und -Sozialarbeiterin und hat ihre ersten Erfahrungen in der Sozialpädagogik am Berufskolleg AHS gesammelt und anschließend „Außerschulisches Erziehungs- und Sozialwesen“ an der Universität Siegen studiert. Nach einem Anerkennungsjahr im Amt für Kinder, Jugend und Familie bei der Stadt Bonn, kam sie wieder zurück an die Universität Siegen, um ein Aufbaustudium zur Diplom-Pädagogin zu absolvieren. Parallel dazu war sie freie Mitarbeiterin im Berufsbildungszentrum (bbz) der IHK Siegen e. V., wo sie sich um die Arbeit mit und Qualifizierung von nicht ausbildungsreifen Jugendlichen gekümmert hat – und zudem auch um die Schulsozialarbeit im Kindertreff Siegen.

Beim Kreis Siegen-Wittgenstein ist Thiemt seit Januar 2000 tätig, zunächst in der Sozial- und Jugendhilfeplanung als wissenschaftliche Begleiterin des Modellprojektes „Partizipation als Präventionsansatz“. Anschließend war sie drei Jahre lang in der Personalentwicklung tätig, wo sie am Aufbau eines Personalentwicklungskonzeptes mitgewirkt hat und so auch Erfahrungen in der Erwachsenenbildung sammeln konnte. Danach folgten drei weitere Jahre in der Pressestelle als stellvertretende Pressesprecherin, bevor sich der Kreis schloss und sie wieder in den Bereich der Jugendhilfeplanung wechselte.

Seit Anfang März lernt Sandra Thiemt nun die VHS und alle Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter kennen. „Mir ist besonders wichtig, die bereits gut etablierten Strukturen und Abläufe innerhalb der VHS, die Winfried Hofmann über mehrere Jahre aufgebaut hat, weiterhin zu nutzen und auszubauen“, sagt Thiemt.

Bei seiner Verabschiedung im Ausschuss für Schule, Weiterbildung, Sport und Integration sagte Winfried Hofmann mit einem Augenzwinkern: „Es ist an der Zeit, dass ich mich auch mal wieder mehr meinem Privatleben widme und Dinge tue, die man halt so in seiner Freizeit tut. Ich bin fest davon überzeugt, dass Sandra Thiemt eine geeignete Nachfolgerin ist und ich die Leitung der VHS somit in gute Hände gebe.“

Bild und Info: Kreis Siegen-Wittgenstein

Berufskunde online: Das ist der neue MEBerufe-Stream

Der M+E-InfoTruck muss wegen Corona weiterhin einen Boxenstopp einlegen. MEBERUFE-INFO hat daher für Schulen ein kostenfreies Livestream-Angebot erarbeitet, den „MEBerufe-Stream“. Er unterstützt Schüler/innen auch in der Pandemie bei der Berufsorientierung und vermittelt gleichzeitig Inhalte aus dem InfoTruck.
Im Mittelpunkt des Livestreams stehen die Ausbildungsmöglichkeiten und Karrierechancen in der Metall- und Elektro-Industrie. Die Online-Veranstaltung richtet sich an Schulklassen der Jahrgangsstufen 9 und 10. Durch erklärende Videos und Charts sowie Live-Umfragen und Chatmöglichkeiten beziehen unsere M+E-Berater die Jugendlichen ein und bieten Schulen dadurch eine abwechslungsreiche und interaktive Unterrichtseinheit in Zeiten von Homeschooling.
Melden Sie sich auch gerne direkt bei Ihrem Ansprechpartner:
Armin Skladny
0221 4981-492
skladny@iwkoeln.de

Webinare „PROFILehrkraft“ am 09.03.2021 und „Check-U“ am 24.03.2021

im März bietet die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände Ihnen und Ihren Schulen zwei Webinare an:

Online-Tool „PROFILehrkraft“ am 9. März 2021, 15.00 – 16.00 Uhr  

Das Online-Tool PROFILehrkraft von SCHULEWIRTSCHAFT dient der Selbstevaluation von Lehrkräften und damit der professionellen Weiterentwicklung. In den Aufgabenbereichen Unterrichten, Erziehen, Beraten, Bewerten, Führen und Mitwirken in der Schulentwicklung wird anhand einzelner Items der Handlungs- und Fortbildungsbedarf konkretisiert. Das Webinar zeigt, wie PROFILehrkraft funktioniert und professionell eingesetzt werden kann.

Die Teilnahme ist direkt unter diesem Link möglich: Klicken Sie hier, um an der Besprechung teilzunehmen

Check-U – das Erkundungstool der Bundesagentur für Arbeit am 24. März 2021, 15.00 – 16.00 Uhr

Welche Ausbildung, welches Studium passt zu mir? Check-U der Bundesagentur für Arbeit hilft Schülerinnen und Schülern mit fundierten Testverfahren die eigenen Stärken und Interessen besser einzuschätzen. Dies ist die beste Basis für gelingende Berufliche Orientierung. Check-U enthält zudem Unterrichtsmaterialien für Lehrkräfte. Das Webinar zeigt, wie Check-U funktioniert und am besten genutzt werden kann.

Die Teilnahme ist direkt unter diesem Link möglich: Hier klicken, um an der Besprechung teilzunehmen

https://www.arbeitsagentur.de/bildung/welche-ausbildung-welches-studium-passt

Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V. bescheinigen hervorragende Berufswahlorientierung

Das Städt. Gymnasium Bad Laasphe wurde zum dritten Mal mit dem BerufswahlSIEGEL ausgezeichnet. Der stellvertretende Vorsitzende Tobias Schür und Projektleiterin Gesine Westhäuser überreichten Siegelplakette und Urkunde.

Trotz der Corona-Pandemie und den damit verbundenen Einschränkungen haben die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V. auch in diesem Jahr zwei Schulen mit dem BerufswahlSIEGEL ausgezeichnet. Eine davon ist das Städtische Gymnasium Bad Laasphe. Bereits zum dritten Mal in Folge wurde der Schule damit eine hervorragende und über das normale Maß hinausgehende Berufswahlorientierung bescheinigt. 2013 hat sich das Bad Laaspher Gymnasium erstmalig um das Siegel beworben und nach umfangreicher Prüfung auch erhalten. 2017 erfolgte die erste Rezertifizierung, ebenfalls erfolgreich. Nun darf die Schule das Siegel weitere drei Jahre führen. „Es ist uns ein besonderes Anliegen und eine fortwährende Aufgabe, die Berufsorientierung unserer Schülerinnen und Schüler in den Mittelpunkt zu stellen. Gerade in der Grenzregion zwischen Wittgenstein und dem hessischen Hinterland, in der so viele weltweit erfolgreiche Unternehmen angesiedelt sind, ist es uns besonders wichtig, den Kontakt zwischen den Jugendlichen, regionalen Unternehmen und weiterführenden Bildungsträgern herzustellen“, freute sich Schulleiterin Corie Hahn, ebenso wie die an der Schule für die Berufsorientierung verantwortlichen Lehrer Andreas Glink und Martin Schelberg. Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen waren vertreten durch den stellvertretenden Vorsitzenden Tobias Schür und Projektleiterin Gesine Westhäuser. Sie überreichten Siegelplakette und Urkunde. Für den Schulträger war der neue Bürgermeister von Bad Laasphe, Dirk Terlinden, anwesend.

„Gerade in diesen schwierigen Zeiten mit vielen Einschränkungen für den Schulbetrieb und die Berufsorientierung ist es wichtig, den Schülerinnen und Schülern berufliche Perspektiven aufzuzeigen“, unterstrich Gesine Westhäuser. Das Siegel werde nicht vergeben, weil es „chic“ ist, sich für alle möglichen Themen zertifizieren zu lassen. Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V. als Trägerorganisation für die Region Siegen-Olpe-Wittgenstein möchten damit sowohl die Schulen motivieren wie auch den Schülerinnen und Schülern dabei helfen, ihren Weg ins Berufsleben möglichst erfolgreich zu finden und zu gehen.

Das BerufswahlSIEGEL ist ein Zertifikat für Schulen, die in vorbildlicher Weise ihre Schülerinnen und Schüler auf die Arbeitswelt vorbereiten und ihnen den Übergang ins Berufsleben erleichtern. Es wurde in Kooperation mit der Bertelsmann Stiftung entwickelt und wird bereits seit 2000 in verschiedenen Städten und Regionen in Deutschland durchgeführt. Schulen entscheiden selbst, ob sie eine Zertifizierung anstreben und eine Bewerbung abgeben wollen. In den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe tragen derzeit sechs Schulen das Siegel. Die Zertifizierung wird durch eine Jury durchgeführt, die aus Vertretern von Unternehmen, Verbänden, Kammern, Schulaufsicht, Lehrkräften, Gewerkschaften etc. besteht. Das Siegel ist der sichtbare Ausweis für Qualität im Feld der Berufsorientierung und darf von den zertifizierten Schulen öffentlichkeitswirksam eingesetzt werden. Diese Schulen dürfen es drei Jahre lang führen und müssen sich nach dieser Zeit rezertifizieren lassen.

Bild und Info: Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V.

Kostenfreie Fortbildungen von SCHULEWIRTSCHAFT NRW

SCHULEWIRTSCHAFT NRW lädt interessierte Lehrkräfte herzlich zu folgenden kostenfreien Fortbildung ein:

25. Februar 15:30 – 16:30 Uhr
Design Thinking – „Appetizer“
In diesem Webinar (60 Minuten) erhalten Sie einen ersten Eindruck, was sich hinter der Design Thinking Methode verbirgt.
Die zunehmende Digitalisierung und die globale Vernetzung machen unseren Alltag komplexer. Neben neuen Formen des Wissenserwerbs spielt die Entwicklung von Handlungskompetenzen eine bedeutende Rolle. Dazu gehören Kreativität und Innovationsfähigkeit, Kommunikations- und Kollaborationsfähigkeit, der Umgang mit digitalen Medien und neuen Technologien sowie die Fähigkeit, vernetzt zu denken.
Design Thinking kann dabei helfen, unterschiedliche Inhalte zu kombinieren, Fähigkeiten im Team gemeinsam zu nutzen und die Grenzen der Fachdisziplinen zu überwinden. Design Thinking bietet eine Chance, alternative Herangehensweisen auch für den Schulalltag aufzuzeigen.
Bei weitergehendem Interesse ist eine kostenfreie Teilnahme an einer vertiefenden Fortbildung mit sechs Modulen möglich.
Deutsche Telekom Stiftung, Referent: Ole Schilling
Das Webinar ist kostenfrei. Anmeldefrist: 15. Februar 2021,
Anmeldung per E-Mail an: brodesser@bwnrw.de(link sends e-mail)
(Bitte mit folgenden Angaben: Vor-/Zuname, Name der Schule, Ort, E-Mail-Adresse für Einwahldaten).

Dienstag, 16.3.21, 15.00 – 16.30 Uhr
Einsatz und Erstellung von interaktiven Übungen für den (digitalen) Unterricht
Interaktive Übungen geben Schüler*innen direkt Feedback, ob und im besten Fall auch warum sie eine Übungsaufgabe richtig oder falsch gelöst haben. Sie eignen sich daher besonders gut, um selbstgesteuertes Lernen zu ermöglichen. Auch zur Aktivierung der Schüler*innen und Differenzierung des eigenen Unterrichts eignen sich die meist sehr einfach zu bedienenden digitalen Werkzeuge, um interaktive Übungen selbst zu erstellen.
In diesem Webinar werden Sie verschiedene digitale Werkzeuge kennenlernen, mit denen man interaktive Übungen finden, erstellen und modifizieren kann.
Es werden Möglichkeiten zur sinnvollen Einbettung in den Unterricht diskutiert und Erfahrungen aus der Praxis vorgestellt.
Referentin: Mina Ghomi, Berlin
Das Webinar ist kostenfrei. Anmeldefrist: 1. März 2021,
Anmeldung per E-Mail an: brodesser@bwnrw.de(link sends e-mail)
(Bitte mit folgenden Angaben: Vor-/Zuname, Name der Schule, Ort, E-Mail-Adresse für Einwahldaten).

HPI-Cloud wird für alle Schulen bundesweit freigegeben

Liebe Lehrkräfte,

die  Bundesbildungsministerin Anja Karliczek hat im Zuge der Schulschließungen die digitale Lernumgebung HPI Schul-Cloud für alle Schulen freigegeben, die kein vergleichbares Angebot innerhalb des Bundeslandes oder des Schulträgers nutzen können: https://www.bmbf.de/files/2020-03-27_037%20PM%20Schulcloud.pdf

„Schulen aus NRW können am kostenfreien Förderprojekt teilnehmen, die Anmeldung erfolgt über diesen Link: https://schul-cloud.org/community. Generell endet das kostenfreie BMBF-Förderprojekt nach dem aktuellen Stand am 31.12.2020. Das heißt zunächst, dass sich alle interessierten allgemeinbildenden und berufsbildenden Schulen für die Zeit bis dahin anmelden können. Darüber hinaus ist das HPI auch mit denjenigen Bundesländern im Austausch, die die HPI Schul-Cloud aktuell noch nicht als Landeslösung anbieten. Es kann deshalb nicht ausgeschlossen werden, dass es im Laufe der Zeit zu einer positiven Nachricht kommt, was die weitere Nutzung angeht.“

Im Rahmen des bundesweiten kostenfreien Förderprojekts gibt es keine Vorgabe zu den technischen Voraussetzungen, da die Öffnung der HPI Schul-Cloud Schulen insbesondere während der Schulschließungen dabei unterstützen soll, den Bildungsbetrieb aufrecht zu erhalten. Die HPI Schul-Cloud funktioniert browserbasiert und ist damit einsetzbar, sobald die User*innen über ein mobiles Endgerät und Internetzugang verfügen. Für eine Teilnahme im kostenfreien Förderprojekt müssen die Schulen daher keine bestimmten technischen Voraussetzungen erfüllen, die Teilnahme steht allen Schulen offen.“

(Informationen von Projektgruppe HPI-Cloud im MINT-EC)

Über das Projekt

Die HPI Schul-Cloud ist ein Pilotprojekt des Hasso-Plattner-Instituts (HPI) und des nationalen Excellence-Schulnetzwerks MINT-EC. 128 Schulen aus dem Netzwerk nutzen die HPI Schul-Cloud und entwickeln sie im engen Austausch mit den Kooperationspartnern ständig weiter. Das Pilotprojekt wird durch das Bundesministerium für Bildung und Forschung (BMBF) gefördert.

Erste Schritte
Willkommens-Webseite
: Bei den ersten Schritten in der HPI Schul-Cloud begleitet MINT-EC Schulen: Das nationale Excellence-Schulnetzwerk hat in der Zusammenarbeit mit den Schulen im Pilotprojekt bereits viele Erfahrungen gesammelt, die neue Schulen jetzt nutzen können. Eine Willkommenswebseite bietet Tipps zum Roll-Out der digitalen Lernumgebung, Informationsmaterialien für Eltern, Einführungshilfen und Unterrichtsbeispiele, Fortbildungskonzepte für das Kollegium und Informationen zum Datenschutz. Alle Informationen stehen Schulen kostenfrei unter www.onboarding.schul-cloud.org zur Verfügung.

Webinare: Für Einsteiger*innen und Fortgeschrittene gibt MINT-EC jeden Tag um 17 Uhr in kostenlosen Webinaren einen Einblick in die digitale Lernumgebung und zeigt Anwendungsbeispiele und spezielle Funktionen. Die Webinare sind öffentlich und können auch von interessierten Schulen besucht werden, die noch vor der Entscheidung stehen, welche digitale Umgebung sie nutzen wollen. Die Webinartermine finden Sie hier: https://blog.schul-cloud.org/webinare/

Kontaktieren Sie das MINT-EC-Team unter schul-cloud@mint-ec.de bei Fragen und Anregungen.

Schulen können sich wieder für das Berufswahl-SIEGEL bewerben

Derzeit tragen fünf Schulen aus den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe das Berufswahl-SIEGEL als Anerkennung für ihre herausragende Berufswahlorientierung. Ab jetzt können sich weitere Schulen aus der Region für das bundesweit einmalige Qualitätszertifikat bewerben, das von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen vergeben wird. Gleichzeitig beginnt für die Schulen, die in 2017 das SIEGEL erhalten haben, die Rezertifizierungsrunde, denn das Berufswahl-SIEGEL ist eine Auszeichnung auf Zeit.

„Wir hoffen, dass durch die guten Beispiele aus den zurückliegenden Jahren weitere Schulen motiviert werden, sich für das Berufswahl-SIEGEL zu bewerben. Die Bewerbungsunterlagen können hier heruntergeladen werden. Bewerbungsschluss ist der 15. Januar 2019“, erläutert Gesine Westhäuser von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen. Die Schulen, die für eine Rezertifizierung anstehen, erhalten die dafür notwendigen Unterlagen direkt zugeschickt.

Das Bewerbungsverfahren läuft in beiden Fällen in zwei Stufen ab. Zunächst beantworten die teilnehmenden Schulen einen Kriterienkatalog etwa zu Aktivitäten der Studien- und Berufswahlorientierung, zur innerschulischen Qualitätssicherung oder zur Zusammenarbeit mit außerschulischen Partnern und Eltern. Die Auswertung der schriftlichen Bewerbung erfolgt durch eine unabhängige Jury. Sind die Eindrücke positiv, findet danach eine Auditierung vor Ort in der Schule statt. Wird auch diese Runde gemeistert, erfolgt am Ende im Sommer 2020 die Verleihung des Berufswahl-SIEGELs.

Neben den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, einem Zusammenschluss junger Unternehmer und angestellter Führungskräfte, arbeiten in der Jury u. a. erfahrene Pädagogen, Vertreter der Agentur für Arbeit, der Kreishandwerkerschaft, der IHK Siegen, der IG Metall und des DGB sowie aus Unternehmen und Arbeitgeberverbänden mit.

„Das Berufswahl-SIEGEL wird nach bundesweit einheitlichen Kriterien vergeben. Es hat dadurch einen sehr hohen Stellenwert und eine besondere Aussagekraft in Bezug auf die Qualität der Berufswahlorientierung an weiterführenden Schulen. Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen unterstützen dieses Projekt, weil davon nicht nur die Schulen profitieren, sondern vor allem die Jugendlichen, die besser auf ihre Berufswahl vorbereitet werden“, so Gesine Westhäuser.

Bewerbungsbogen für die Erstzertifizierung zum BerufswahlSIEGEL 2020

Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V.
In der Trift 11, 57462 Olpe
Telefon: 02761/96640
Telefax: 02761/966470
E-Mail: info@berufswahlsiegel.org
Internet: www.berufswahlsiegel.org und www.wjsw.de

BerufswahlSIEGEL erneut an zwei Schulen vergeben

Der Bildungsgang der zweijährigen Höheren Handelsschule am Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung in Siegen wurde bereits zum dritten Mal mit dem Berufswahlsiegel ausgezeichnet. Gesine Westhäuser (rechts) von den Wirtschaftsjunioren Südwestfalen übergab Siegel und Urkunde an die Schulleitung.

Die Wirtschaftsjunioren Südwestfalen e.V. haben in diesem Jahr erneut zwei Schulen mit dem im Jahr 2000 von der Bertelsmann-Stiftung entwickelten BerufswahlSIEGEL ausgezeichnet. Nach 2013 und 2016 sind die Max von der Grün Schule in Olpe und das Berufskolleg Wirtschaft und Verwaltung des Kreises Siegen-Wittgenstein mit dem Bildungsgang Höhere Handelsschule zum dritten Mal für herausragende Berufswahlorientierung zertifiziert worden.

Bundesweit haben zurzeit mehr als 1.500 Schulen das Siegel inne. Neben den in diesem Jahr zertifizierten Schulen tragen derzeit drei weitere Schulen diese Auszeichnung, die drei Jahre gültig ist. Nach diesen drei Jahren ist ein Rezertifizierungsverfahren notwendig, damit das Siegel weiterhin in der Schule hängen darf.

Die Max von der Grün Schule als Förderschule mit dem Förderschwerpunkt körperliche und motorische Entwicklung überzeugte die Jury nicht zuletzt mit dem „Arbeitstag“, an dem die Schülerinnen und Schüler an einem Tag in der Woche grundlegende Tätigkeiten in ganz unterschiedlichen Bereichen wie Küche, Büro und etwa Werkstatt kennenlernen und erlernen. Durch das hohe Engagement des Lehrerkollegiums gelingt es der Schule mittels Projekten wie „100%ICH“ oder „Runter vom Hügel“ das Selbstvertrauen der gehandicapten Schüler zu stärken und sie in passgenaue Ausbildungsmaßnahmen zu bringen.

Dem steht das Berufskolleg in Siegen, wenn sich die Schülerinnen und Schüler auch in Eingangsvoraussetzungen und Alter unterscheiden, in nichts nach: Der Bildungsgang der zweijährigen Höheren Handelsschule führt beispielsweise in Kooperation mit der Fachschule für Wirtschaft das Projekt „Recruiting-Award“ durch. Im Nachgang zum Projekttag „Berufswahl“ gibt es das Angebot eines Speeddatings rund um offene Ausbildungsplätze. Frühzeitig und regelmäßig werden Schülern und Eltern Anschlussperspektiven für die Zeit nach der Höheren Handelsschule aufgezeigt. Fest zum Schulprogramm gehört zudem der eigene Laden „WannaBuy“, der unternehmerische Kompetenzen fördert.

Gesine Westhäuser, Mitglied der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen, betonte die Bedeutung der Berufswahlorientierung und das Engagement der Wirtschaftsjunioren Südwestfalen als Träger des BerufswahlSIEGELs für die Region Siegen-Olpe-Wittgenstein. Das BerufswahlSIEGEL werde nicht vergeben, weil es heutzutage „chic“ ist, sich für alle möglichen Themen zertifizieren zu lassen. Eine fachkundige Jury aus Vertretern der Wirtschaft, der Wirtschaftsjunioren, der Gewerkschaften und Arbeitgeberverbänden, der Kreishandwerkerschaft, der Agentur für Arbeit sowie erfahrenen Pädagogen entscheide deshalb über die Siegelvergabe. „Es geht einzig und allein darum, was Euch Jugendlichen dient, was Euch im Leben voranbringt und Euch hilft, Euren Weg im Beruf zu meistern“, sagte sie.

Noch im November 2019 beginnt eine neue Bewerbungsrunde, an der alle weiterführenden Schulen in den Kreisen Siegen-Wittgenstein und Olpe teilnehmen können. Außerdem startet die Rezertifizierungsphase für die Schulen, die in 2017 das SIEGEL erhalten haben.

Weitere Infos unter: www.berufswahlsiegel.org

Ein Königreich in einer Eichel

„Eine für alle – alle für eine.“ Das ist das Motto im kleinen Königreich der einheimischen Schmalbrustameise Temnothorax Ameisen_web1nylanderi. Eine Kolonie dieser kleinen Ameisenart besteht aus einer Königin, bis zu 100 Arbeiterinnen sowie den Eiern, Larven und Puppen. Ab Juni/Juli entwickeln sich daraus neue Jungköniginnen und Männchen, die als geflügelte Ameisen ausschwärmen, um neue „Kleinstaaten“ zu gründen – so klein, dass sie in eine hohle Eichel passen. Wie sehen die einzelnen Kasten und Entwicklungsstadien in so einer Ameisenkolonie aus? Wie zieht die Kolonie um, was fressen die Ameisen und wie füttern sie ihre Larven? All diese Fragen stellten sich 20 Schülerinnen und Schüler der 7. Jahrgangsstufe der Gesamtschule Wenden beim Besuch des Ameisenlabors am Institut für Biologie der Universität Siegen. Unter Anleitung von Lehramtsstudierenden führten sie verschiedene Experimente mit den Ameisen durch.

Ameisen_web2Nach einer kurzen Einführung zur Biologie und besonderen Lebensweise der Ameisen konnten die Schülerinnen und Schüler die Tiere eigenständig beobachten und durch Experimente mehr über ihre Lebensweise erfahren. Dazu waren die Ameisen-Kolonien zuvor in kleine „Plastikapartments“ umgesiedelt worden. Unter dem Binokular konnten die Schülerinnen und Schüler so Eier, Larven, Puppen, die Arbeiterinnen und die Königin identifizieren. Nachdem sie sich mit den unterschiedlichen Mitgliedern der Kolonie und ihren Entwicklungsstadien vertraut gemacht hatten, führten sie beispielsweise einen „Umzug“ der Kolonie und einen Test zur Nahrungswahl durch: dazu wurden einzelne Ameisen in eine Plastikwahlarena gesetzt, wo ihnen Honig, Salz und Thunfisch als Nahrungsmittel zur Verfügung standen. Nun galt es, zu beobachten, welche Speisen die Ameisen bevorzugen. Die Ergebnisse wurden anschließend an der Tafel gesammelt und diskutiert.

An einer separaten Station konnten die SchülerInnen unter dem Binokular beobachten, wie sich die Ameisen gegenseitig füttern Ameisen_web3und ihre Larven versorgen. Hierzu war den Ameisen bereits am Vortag mit blauer Lebensmittelfarbe gefärbter Honig angeboten worden. Anhand der blauen Farbe in den hellen Larven und im Hinterleib der Ameisen konnten die NachwuchsforscherInnen erkennen, welche Ameisen von dem eingefärbten Honig gefressen hatten. Im Anschluss an die Experimente wurde das erworbene Wissen mit einem kleinen Ameisenquiz getestet. Die Veranstaltung wurde am Institut für Biologie im Rahmen des Seminars „Biologie eusozialer Insekten“ von Dr. Ilka Maria Kureck zusammen mit Lehramtsstudierenden vorbereitet und umgesetzt.

Die Idee zu A.N.T.S. stammt ursprünglich von der Johannes Gutenberg-Universität Mainz. Biologen haben dort zusammen mit dem Pädagogischen Landesinstitut Rheinland-Pfalz einen so genannten „Ameisenkoffer“ entwickelt. Darin finden sich alle Utensilien für die Haltung der Ameisen, die Experimente und entsprechendes Begleitmaterial. „Der Experimentier-Koffer ermöglicht Schülerinnen und Schülern aller Altersstufen Einblicke in die naturwissenschaftliche Forschung“, sagt Prof. Dr. Klaudia Witte, Initiatorin der Veranstaltung an der Universität Siegen. „Das vorhandene Grundinteresse an lebenden Tieren wird genutzt, um ein effektives und lebensnahes Lernen zu ermöglichen.“ Die Ameisenkolonien konnten nach der etwa zweistündigen Veranstaltung wieder in Eicheln umziehen und wurden unversehrt in die Natur entlassen. Die SchülerInnen wurden mit einer Urkunde als „Ameisenforscher“ ausgezeichnet. Die erfolgreiche Veranstaltung wird an der Uni Siegen regelmäßig für Schulen aus der Region angeboten.

Kontakt:
Prof. Dr. Klaudia Witte (Institut für Biologie)
E-Mail: witte@biologie.uni-siegen.de
Tel.: 0271-740 3297

Ein digitales Schulbuch für den Wirtschaftsunterricht

Carlotta ist 15 Jahre alt und Präsidentin des Arbeitgeberverbands der Großbäckereien in Deutschland – zumindest virtuell für einen Tag. Die Schülerin simuliert in ihrer Klasse eine Tarifverhandlung. Sie und ihre MitschülerInnen sind in drei Gruppen aufgeteilt: in die Gewerkschaft, den Arbeitgeberverband der Großbäckereien und den Zentralverband des Deutschen Handwerks. Das besondere an der Simulation: Sie findet digital statt. Jeder Schüler und jede Schülerin hält ein Tablet in der Hand. Die Geräte sind mit dem Schul-WLAN verbunden und untereinander verknüpft. „Es ist ein riesiger Unterschied, ob man 0,25 Prozent oder fünf Prozent mehr Gehalt fordert. Das Ausmaß der Konsequenzen wird den Schülern aber oft erst klar, wenn sie die Unternehmensdaten beobachten können“, sagt Dr. Michael Schuhen. Er arbeitet und forscht am Zentrum für ökonomische Bildung (ZöBiS) der Universität Siegen. Auf dem Display kann Carlotta in Tabellenansicht direkt nachvollziehen, was sich unter welchen Umständen wie ändert: Wenn sie den Lohn für die Beschäftigten erhöht, müssen die Brötchenpreise steigen. Dadurch sinkt aber die Nachfrage. Unter welchen Bedingungen kann sie auf die Forderungen der Gewerkschaft eingehen, ohne einen Gewinneinbruch zu erleiden?

Das Rollenspiel ist Teil eines digitalen Wirtschafts-Schulbuchs namens „Econ EBook“, das Dr. Michael Schuhen mit seinem Kollegen Manuel Froitzheim entwickelt hat. Es bildet den vorgeschriebenen Lehrplan in NRW ab. Anders als bei traditionellen Schulbüchern setzt Schuhen aber nicht mehr auf Frontalunterricht. Im Vordergrund stehen Experimente, ökonomische Szenarien und der Reflexionsprozess. „Es geht hier nicht darum, Schulbücher zu digitalisieren, zum Beispiel als pdf-Datei zum Scrollen. Das konnte man schon in den 90er-Jahren umsetzen“, stellt Schuhen klar. Vielmehr wollen die Forscher neue Formen des Lehrens und Lernens schaffen. „Wir wollen, dass die Schülerinnen und Schüler Wirtschaftsprozesse erleben und nutzen deshalb viele Simulationen und Rollenspiele, um Lerninhalte zu vermitteln“, so Manuel Froitzheim.

Dr. Michael Schuhen und Manuel Froitzheim.

Früher – und teilweise noch heute – mussten LehrerInnen für Rollenspiele Material ausdrucken, Kärtchen ausschneiden und austeilen. Nach einem Durchgang mussten die Kärtchen neu sortiert werden. „Wir wollen durch die Digitalisierung die LehrerInnen nicht nur im Unterricht, sondern auch in der Vor- und Nachbereitung unterstützen“, erklärt Schuhen. Durch die Tablet-Version des Rollenspiels können die LehrerInnen digital den SchülerInnen Rollen zuteilen. Dadurch gewinnen sie Zeit. Gleiches gilt für die Hausaufgabenkontrolle: Die LehrerInnen sehen, welche SchülerInnen die Hausaufgaben nicht gemacht haben. Im analogen Unterricht verbringen LehrerInnen oft fünf Minuten damit, zu kontrollieren, wer die Hausaufgaben bearbeitet hat und ob es typische Fehler gab. Diese Zeit kann jetzt anders genutzt werden, zum Beispiel für Reflexion und Diskussionen. „Häufig verfestigt sich Wissen erst, wenn man reflektiert über ein Thema spricht. Umso wichtiger ist es, dafür genügend Zeit zu haben“, erklärt Schuhen. „Und auch die Hausaufgaben lassen sich nun gezielt besprechen“, so Manuel Froitzheim, „da diese vielfach bereits vorausgewertet werden können und der Lehrer so auf einen Blick häufige Bearbeitungsfehler seiner Schüler erkennt.“

Einige haben Bedenken, dass durch die Digitalisierung die LehrerInnen in den Hintergrund rücken, sagen die Wissenschaftler. Das sei aber ganz und gar nicht ihre Herangehensweise. „Der Lehrer steht immer im Zentrum des Unterrichtsgeschehens.“ Es sei ein Trugschluss, dass die SchülerInnen nur noch vor ihrem Tablet sitzen. Die Geräte würden eingesetzt, wenn sie einen Mehrwert bringen, sonst nicht.

Wer den digitalen Schritt wagt, wird mit vielen Vorteilen belohnt: GPS und Echtzeitanzeigen sind zwei davon. Durch GPS kann das digitale Schulbuch dem Ort der Schule zugeordnet werden. Wenn im Unterricht zum Beispiel das Thema Oligopol besprochen wird, können die SchülerInnen die Tankstellenpreise in der Region in Echtzeit beobachten und diskutieren, um welche Marktform es sich in der Branche handelt.

Durch die digitale Unterrichtslösung können die LehrerInnen außerdem spielerische Tests im Quizformat durchführen. Wenn sie dabei merken, dass 80 Prozent der SchülerInnen ein und dieselbe Aufgabe falsch gelöst haben, wissen die LehrerInnen: Das Thema sollte im Unterricht noch einmal besprochen werden. Im analogen Unterricht würde so etwas erst nach einer Klausur offensichtlich werden – zu spät.

Etwa 3.000 NutzerInnen – darunter LehrerInnen, SchülerInnen und Studierende – begleiten Michael Schuhen und sein Wissenschaftlicher Mitarbeiter Manuel Froitzheim für den voll digitalisierten Unterricht vor allem in NRW, Hessen und Rheinland-Pfalz: Dazu zählen Vorbereitung, Durchführung und Nachbereitung. Am Anfang – im Jahr 2015 – saßen sie über Wochen im Unterricht, für den Fall, dass Probleme auftreten. Mittlerweile führen viele LehrerInnen den Unterricht selbstständig durch.

Digitale Bildung kann Tücken haben – das weiß Schuhen. Er weiß auch, dass es wichtig ist, die möglichen Probleme zu thematisieren, weil erst dadurch die Akzeptanz für die Digitalisierung entstehen kann. Funktioniert mein digitaler Unterricht überhaupt mit dem WLAN meiner Schule? Und was mache ich, wenn es plötzlich ausfällt? „Keiner bereitet sich doppelt vor für den Fall der Fälle, dass das WLAN doch mal hakt. Das heißt: Die Lehrer müssen entweder drauf eingestellt sein, im Notfall zu improvisieren oder das technische Problem lösen zu können“, sagt Schuhen.

Generell fordert er, ausgebildete InformatikerInnen mehr mit LehrerInnen und FachdidaktikerInnen zusammenzubringen. „Momentan müssen wir in den Schulen erstmal Laptops und Tablets ans Laufen bringen“, sagt der Wissenschaftler. An der Situation werde sich aber dank des DigitalPakts Schule sehr bald etwas ändern. Mit dem DigitalPakt Schule wollen Bund und Länder für eine bessere Ausstattung der Schulen mit digitaler Technik sorgen. Insgesamt stehen fünf Milliarden Euro über fünf Jahre zur Verfügung.

Bilder und Text: Universität Siegen